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Brisbane

 

Abenteuer East Coast

 

 

Teil 4

 

Location: Brisbane, Queenland
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Einleitung

Gold Coast

Surfers Paradise ist durch seinen Tourismusandrang gut an Brisbane angebunden - wie im Übrigen die ganze Gold Coast, womit der ganze südliche Teil unter Brisbane bis zur Grenze zu New South Wales gemeint ist. Hier ist der Pacific Highway wieder eine Autobahn (Motorway) und links wie rechts fahren wir an einem Haufen von Vergnügungsparks vorbei - es sind alle Arten und Marken von Parks vertreten, nur ein Disneyland fehlt hier noch. Diese ganze Region hat sich dem kommerziellen Freizeitvergnügen verschrieben und obwohl Brisbane International Airport sehr gut anbindet, hat die Gold Coast ihren eigenen Flughafen. Wer einen Monat Urlaub nur mit Rummel verbringen möchte, ist hier genau richtig! Das ist insofern erstaunlich, da Australien doch auch so viele "natürliche" Abenteuer bietet. Aber warscheinlich ist immer das interessanter, was gerade nicht vor der Haustür zu finden ist - wie bei uns. In Europa kuscheln wir uns mit 116 Personen auf einen Quadratkilometer und in Australien sind es gerade einmal 3. Daher findet man es hier vielleicht erholsamer mal etwas anderes zu erleben als Natur. Interessant ist auch, dass die Autobahn hier auf dem Weg nach Brisbane eine eigene Spur und für die Auf- und Abfahrt für Linienbusse besitzt, die von Brisbane aus dessen Vororte bedienen. Die Autobahn führt direkt in das Zentrum (CBD) von Brisbane. 

 

Der erste Eindruck

 
Kurz bevor wir die City erreichen, führt die Strecke an dem Brisbane River entlang. Wenn man von der Schnellstraße einmal absieht, ähnelt Brisbane hier sehr stark London. Die Brücken, die den Fluss überspannen, sind die gleichen wie die Modernen in London. Auch die Flussbiegung ist ähnlich wie die auf der Themse und sogar ein London Eye findet man hier. Nur das House of Parliament fehlt hier noch - Brisbane wirkt wie eine moderne Version von London. Wir fahren die Autobahn ab und sind direkt in der Innenstadt. Brisbane selbst ist sehr sauber und gepflegt. Wir vermissen nur Parkmöglichkeiten, um uns die City anzusehen und ein öffentliches WC. Wir hätten auch in eins der Parkhäuser fahren können, aber 10 AUD pro Stunde war uns zu expensive. Deshalb beschlossen wir erstmal einen Platz zum Schlafen zu suchen und gaben ins Navi den nächsten Campingplatz ein. Der Nächste ist 5 km von der Innenstadt entfernt.

Camping in der Stadt

Wir hätten nicht gedacht an diesem Ort einen Campingplatz zu finden, da rund herum noch richtige Stadthäuser standen. Wir mussten uns sputen, da es mittlerweile schon kurz vor 7 Uhr (PM) war, denn zu dieser Zeit schließen die Rezeptionen der Campingplätze meist. Als wir den Campingplatz betraten, mussten wir noch warten, da noch einige Leute vor uns bedient werden mussten. Ich hoffte, dass wir noch rechtzeitig an die Reihe kommen würden, um noch einen freien Platz zu bekommen. An der Rezeption hing eine kleine Uhr und zu unserer Verwunderung zeigte sie uns eine Stunde früher an, als wir eigentlich dachten. Da ist es uns erst richtig aufgefallen: dass wir, als wir die Grenze von New South Wales nach Queensland überquerten, auch eine Zeitzone durchfahren hatten. So hatten wir noch eine Stunde mehr Zeit. Es ist auch eine komplizierte Sache. Nicht nur, dass ich übers Land mit dem Auto noch nie eine Zeitzone überquert hatte. Ich hatte auch noch nie die klimatischen Unterschiede so sehr gespürt, wie in den Bundesländern von Australien. So haben New South Wales und Victoria Sommer- und Winterzeit, aber der Rest der Länder hat nur Sommerzeit. Da kommt man schon mal durcheinander. Nun konnten wir unseren ersten Campingplatz buchen. Endlich, nach zwei Tagen Wildcamping, mal wieder richtig duschen, Zähne putzen und und und. Mit 33 AUD pro Nacht ist es hier ziemlich teuer, aber wir haben weder die Zeit noch die Lust, uns noch etwas anderes zu suchen. 
 
Accommodation Tipp: 
An Unterkünften ist Brisbane trotzdem sehr gut ausgestattet. Die Stadt ist Ausgangspunkt für viele Reisen zum Great Barrier Reef, zur Gold Coast, nach Fraser Island und zur Sunshine Coast. Aus späteren Aufenthalten kann ich das Buck Backpakers empfehlen, auch wenn man mit dem Auto in der Stadt ist. Das Hostel hat seine eigenen Parkplätze und für die Gäste ohne Auto trotzdem einen Transfer vom Flughafen sowie eine große Auswahl von Zimmertypen mit unterschiedlichen Ausstattungen.

Tropische Nächte



In Brisbane sind die Nächte sehr mild und warm, nur ein paar Mücken nerven. Wir sind noch bis 0 Uhr auf und beobachten, wie neben uns im Baum ein Opossum versucht, mit seinem Kind auf dem Rücken zu schlafen. Es wird immer wieder durch ein Männchen gestört, das wahrscheinlich spezielle Absichten hatte. Aber schließlich reicht es dem Oposumweibchen und es gibt eine kurze Klopperei, dann ist Ruhe und das Männchen muss auf einen anderen Baum schlafen. 



Die Stadt

Brisbane CBD

 
Am nächsten Tag nehmen wir den Bus in die Innenstadt. Zuvor checkten wir noch aus und stellten unseren Camper vor dem Campingplatz ab. Die Sonne brennt und es soll sehr heiß werden an diesem Tag. Gott sei Dank sind alle Busse in Brisbane klimatisiert, was in Sydney selten der Fall war. Wie ich ja schon am Anfang erwähnt hatte, ist Brisbane sehr sauber. Auch die Menschen sind sehr fein angezogen und im Gegensatz zu Sydney habe ich keine "Ausnahmen" gesehen, die gern mal total gegen die gängige Kleiderordnung verstoßen. In der Stadt versucht jeder jede Möglichkeit zu nutzen, um in den Schatten zu kommen. 

Townhall

Denn in der City ist es so heiß, dass wir schon nach ein paar Schritten fertig vom Laufen sind und erstmal eine Kaffeepause direkt am Rathaus von Brisbane einlegen. Dieses ist eines der Hauptwahrzeichen und auch das offizielle Logo der Stadt - wie für Berlin das Brandenburger Tor. Hier am Rathaus machen auch gerade ein paar Büromitarbeiter der Umgebung ihre Pause in vollem Anzug: lange Stoffhose, Hemd und Sakko (was die meisten aber auch nicht mehr anhaben und wegen der Hitze über den Stuhl oder die Schulter geworfen haben).
 

 

 

 

Queen Street Mall

Nach unserer break sehen wir uns die Innenstadt und die Haupteinkaufsstraße an. Wären die Hochhäuser nicht, käme mir die Straße vor, als wäre ich im Zentrum einer Kleinstadt irgendwo in Deutschaland. Hier gibt es auch einen Informationsstand über ganz Queensland, wo man sich seine Reise und Touren zusammenstellen lassen kann. Es ist eine offizielle Verkaufsstelle von Queensland und der Stadt. Von daher kann man hier auch sehr gut beraten werden, da sie nicht zu den privaten Agenten gehören, die meist sehr profitorientiert ihre Reisen anbieten und, wie in jeder größeren Stadt, an jeder Ecke zu finden sind. Auch wir schauen hier, was wir nach Brisbane in Richtung Norden noch alles in unserer Zeit schaffen. Denn in Sydney bekamen wir immer nur genügend Infos um bis nach Brisbane zu kommen: was wir sehen sollten usw. aber über Brisbane hinaus gab es nur vage Angaben - das holen wir jetzt nach. Die City hat wirklich sehr viel Ähnlichkeit mit London, nur dass Brisbane von der Bauentwicklung London schon 40 Jahre voraus ist, wenn man den Hochhausanteil nimmt. Es gibt aber auch noch sehr alte Gebäude aus der Besiedlungszeit.
 

Story Bridge

 
Läuft man die Queen's Street weiter in Richtung Nordwesten, gelangt man automatisch zum zweiten zentralen Wahrzeichen der Stadt und zur zweitberühmtesten Brücke Australiens. Abends wird sie traumhaft beleuchtet und wie in Sydney wird über ihr jedes Silvester ein spektakuläres Feuerwerk gezündet.
 

Botanical Garden

 
Wenn man dem Fluss dann in Richtung Süden und der Promenade folgt, gelangt man immer stärker ins Grüne. Hier beginnt der Botanical Garden von Brisbane. Er ist noch beindruckender als der von Sydney, denn die Bäume bestehen nur noch aus Palmen und tropischen Gewächsen. Am Rand des Parks auf einem Hügel nahe des Governmant House kann man wieder zur CBD sehen und den Kontrast erkennen, den Brisbane ausmacht. Der Kontrast von Dschungel und Großstadt ist hier einmalig und mir fällt keine andere Stadt ein, wo man sowas finden kann.
 

Brisbane River

 
Direkt hinter dem Park macht der Brisbane River eine Biegung und führt an dem Pacific Highway in Richtung Nordwesten weiter. Genau in der Kurve kann man auf die gleiche Ebene des Flussbettes gelangen und sich die Pflanzen und Lebewesen, die in dem Fluss leben, genauer ansehen. Der Fluss selbst ist braun und nicht zum Baden geeignet. 
 

South Bank Parklands

 
Überquert man Goodwill Bridge, die auch in der Kurve liegt und direkt den Botanical Garden mit dem anderen Ufer verbindet, erreicht man die South Bank. Es ist das ehemalige Ausstellungsgelände der Expo 88 und hier findet man in jeder Ecke einige kleine Überraschungen. In der Mitte des Parks liegt die künstlich angelegte Lagune "Streets Beach". Es ist ein Badesee, der mit feinem Sandstrand umgeben ist. Hier ist es immer sehr voll, da viele Leute aus Brisbane hier ihre Freizeit verbringen. Eine Lagune mitten in der Großstadt, auch wieder ein Kontrast, den man warscheinlich nur hier in Brisbane findet. Wenn man den Park verlässt, kommt man über die Victoria Bridge zurück in die Innenstadt. Brisbane entstand aus einer Strafgefangenkolonie. Es gibt sogar noch ein Gefängnis aus dieser Zeit - aber leider ist es momentan geschlossen. So machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Camper, allerdings war es schwierig unseren Bus wieder zu finden.


 
 

Brisbanes Verkehrsystem

Brisbane hat ein kompliziertes Bussystem! Genauso wie Sydney hat Brisbane keine U-Bahnen. Dafür aber jede Menge Sonderstrecken für Busse, die auch unterirdisch verlaufen können. So gibt es auch unterirdisch Haltestellen, die wie U-Bahnstationen gebaut sind. In manchen Straßen stehen 5 Haltestellen nacheinander, wo auch überall unterschiedliche Linien abfahren. An jeder Haltestelle halten 10 Linien, da muss man erst einmal seinen Bus finden. Doch zum Schluss haben wir es doch geschafft.



Abschluss

Nun fahren wir mit unserem Camper nördlich aus der Stadt heraus. Dieses Mal nicht auf einer Autobahn, sondern auf der Hauptstraße mitten durch die Stadt. Wie in Sydney sind Hochhäuser nur in der Innenstadt zu finden - sofern man diese verlässt, sieht man wieder Einfamilienhäuser. Die Straßen gehen hier steiler bergauf und bergab als in Sydney und so wie die Sonne brennt, hätte ich hier auch in LA sein können. An einer Anzeige von einem Geschäft sehe ich die Temperatur von 37 Grad. 

Nun verlassen wir Brisbane und unser nächstes Ziel ist der Rainbow Beach...

 
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