Location: Sydney New South Wales, Australien
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In Deutschland werden die Arbeitsbedingungen immer schlechter. Nicht nur, dass die Löhne nicht steigen, sondern die Qualität des Arbeitsplatzes verschlechtert sich zunehmend. Es gibt immer mehr Führungskräfte, die eigentlich nur sich und nicht die Firma bzw. die Mitarbeit voranstellen. Wie ich in den vergangenen Berichten schon geschrieben habe, werden hier in Australien andere Maßstäbe an die Arbeiter bzw. an die Mitarbeiter gestellt. Natürlich erwarten die Firmen von ihren Mitarbeitern eine gute und effiziente Arbeit, nur sollte das nicht bedeuten, dass in den Firmen ein schlechtes Klima herrscht...

Arbeiten in Australien

Ein normaler Mitarbeiter in Australien beginnt seine Arbeit um 9:00 Uhr und frühstückt erst einmal mit seinen Kollegen zusammen. Bei dieser Gelegenheit wird schon einmal der Tag besprochen. Es wird dann bis zum Lunch gearbeitet und dann geht es gemütlich in die Kantine oder nach außerhalb um etwas zu essen. Nach einer Stunde geht es dann weiter. Einen großen Druck verspüren die Mitarbeiter nicht, jedenfalls wenn sie ihre Arbeit richtig machen. Die meisten Büros schließen um 17-18 Uhr. Mit ein paar Ausnahmen machen die meisten Läden um 19 Uhr zu. Wenn ich mit diesen Leuten spreche, scheinen alle zufrieden mit ihrem Job zu sein. Bis jetzt habe ich nicht mehr gehört, dass jemand wegen eines Burn-outs den Job gekündigt hat oder krank geworden ist - wie es in Deutschland ja gerade in „Mode“ ist. Der einzige Grund für einen Jobwechsel in Australien ist eventuell der zu lange Fahrtweg oder die Person möchte in einer anderen Stadt wohnen und so weiter. Über einen Mindestlohn macht sich in Australien keiner Gedanken. Sicher, Australien ist teuer und die Währung ist weniger Wert als der Euro. Aber ich habe schon als Startbackpacker $12/Stunde verdient (7€). Klingt schon gut, aber wenn du einen Australier fragst, würde der sagen: das ist ein Dumpinglohn. Erfahrene Backpacker, die gut Englisch sprechen, fangen erst bei $18 an zu arbeiten (10€). 


Arbeiten in Europa

In Europa und gerade in Deutschland können sich die Unternehmen diese in Europa übliche Personalführung, die Bezahlung und die kurzfristigen Entscheidungen für den Profit von ihren Managern nicht mehr leisten. Mitarbeiter arbeiten sich an den Rand des Burn-outs, die wichtige Fachkräfte für die Zukunft sind. Die jungen Leute, die keine Möglichkeit haben, eine Ausbildungsstelle oder Arbeit zu bekommen, werden keine Fachkräfte und gerade diese werden uns bald fehlen. Auch ausländische Arbeiter werden nicht nach Europa kommen, da sie ihre Art zu leben in Europa nicht finden und die gut Ausgebildeten - ob einheimisch oder ausländisch - wandern aus.  Europa hängt immer noch im letzten Jahrhundert fest und entwickelt sich nicht weiter.


Warum muss sich die Gesellschaft ändern

Hier in Sydney kann man den Ansatz der Entwicklung des 21. Jahrhunderts ganz deutlich erkennen. Wenn Europa nicht sehr bald aufhört zu streiten, nicht anfängt mit einer Stimme zu sprechen und handelt, eine Gemeinschaft und ein Staat wird, wird Europa mit all seinen Staaten von den sich jetzt schon abzeichnenden Wirtschaftsmächten überrollt. Wach auf Europa! Hör auf zu zanken, werde eins und schiebe deine ganzen nationalen, nicht europäischen Interessen beiseite! Am Beispiel Australien kann man gut sehen, wie sich ein Kontinent entwickelt, der eins ist. Sicher wird sich das Bild in Europa verändern und es wird Regionen geben, die etwas verlieren und dafür etwas anderes bekommen. Die Regionen werden sich auf eine Sache spezialisieren müssen, das was sie am besten können. Es bringt nichts, an Sachen festzuhalten. Denn irgendwann wird Europa gezwungen sein, sich zu ändern. Dann, wenn es keine andere Wahl mehr hat. Nur dann ist es zu spät, um selbst zu entscheiden, wie die Veränderung aussehen soll. Das Gewicht, das Europa heute noch hat, würde im Nichts verschwinden - genauso wie der Wohlstand, den wir momentan noch haben.
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